Auf diesem Foto ist der Standort der Waldökostation Remstecken zu sehen. Man kann erkennen, dass rundum viele Markierungen auf besondere Stellen im Wald aufmerksam machen sollen. Zum einen sind Wanderer-Parkplätze eingezeichnet. Man kann von jedem beliebigen Parkplatz aus eine Tour starten.
Des Weiteren sind verschiedene Lehrpfade eingezeichnet: ein Waldlehrpfad (biologischer Schwerpunkt, Erklärung zu vielen heimischen Pflanzenarten), ein geologischer Lehrpfad (Schwerpunkt auf der Geologie des Waldes bzw. der Umgebung) und ein archäologischer Lehrpfad (Schwerpunkt Ausgrabungen, Relikte aus der Vergangenheit etc...)
Außerdem sind verschiedene sehenswerte Örtlichkeiten eingezeichnet; zur besseren Orientierung sind die Waldwege übersichtlich dargestellt.
Wir haben zwar dieses Foto ausgewählt, weil es dem Leser unserer Beschreibungen ermöglicht, selbst eine Orientierung vorzunehmen, wo sich das Zentrum unseres "Lernortes“ befindet, diese Schautafel ist aber nur eine von vielen, die hier zu finden sind.
So gibt es zum Beispiel eine Tafel, an der man sich über nützliche Dehn- und Streck-Übungen, Technik und mögliche Laufstrecken als Nordic Walker informieren kann; auf dem Naturkundlichen Lehrpfad findet man Schautafeln, die mit farbigen Abbildungen Blätter, Nadeln, Knospen, Blüten und Früchte verschiedener Bäume zeigen und auch andere Informationen wie Herkunft, Durchschnittsgröße und –alter sowie ihre wirtschaftliche Bedeutung findet man hier. Ebenso finden sich auf den anderen Lehrwegen Tafeln mit anderen Schwerpunkten – so zum Beispiel auf dem geologisch-landeskundlichen Lehrpfad oder dem archäologischen Wanderweg. Auch im Bauergarten der Waldstation findet man eine ausführliche Tafel mit Erklärungen zu Aufbau und Anlage des Gartens sowie den darin gedeihenden Pflanzen. Dieses Foto kann also an dieser Stelle nur exemplarischen Charakter haben.
Viele der Schautafeln bieten ein anschauliches Angebot dar, sich als interessierter Laie nicht mithilfe eines Einsteiger- oder Fortgeschrittenen-Kurses sondern vollkommen selbstorganisiert Wissen über diesen Themenbereich anzueignen. Schließlich kann Mensch, muß aber nicht, die Informationen lesen und verwerten, zum Anstoß für weiteres Lernen nehmen – oder eben nicht. Der geneigte Wanderer kann diese Tafeln nutzen, um sein eigenes Wissen zu ergänzen und z.B. seinen Kindern auf mündlichem oder anschaulicherem Wege die dargebotenen Informationen näher zu bringen., da diese vielleicht nicht die Geduld aufbringen, Tafeln zu lesen - angesichts so vieler Reize, wie sie im Wald zu finden sind...
Hier ist ein Waldweg in der Umgebung der Waldökostation zu sehen. Inmitten von sattem Grün und angenehmer Waldluft schlängeln sich solche Wege durch den Stadtwald. Entlang der Wege kann man – je nach Route – verschiedene Schautafeln finden, die über die eine oder andere Besonderheit „aufklären“: Ob dies nun das „richtige“ Nordic Walking betrifft oder verschiedene Lebensräume von Tieren und Pflanzen (Teich, Nadelgehölz, Wiese...), bestimmte Tier- oder Pflanzenarten beschreibt – es gibt vielerorts etwas zu entdecken, man stolpert förmlich darüber, kann aber auch einfach entspannt durch die Natur spazieren.
Die Bank inklusive Tisch lädt zum Hinsetzen ein. Hier hat man die Möglichkeit, in Ruhe seine nächste Umgebung zu betrachten (oder ein Picknick zu veranstalten).
Wer aufmerksam und mit geschärften Sinnen durch den Wald geht, kann ständig etwas Interessantes entdecken; ob nun verschiedene Tiere oder Pflanzen, ein seltsam gewachsener Baum oder ein Ameisenhaufen... ob ein unsichtbares Vogelgezwitscher oder ein Knacken in den Büschen hinter einem, ein Hauch feucht-modriger Waldluft oder der plötzliche Temperaturunterschied beim Heraustritt aus bewaldetem Gebiet auf eine sonnenbeschienene Lichtung...
Auf diesem Bild sieht man den Eingang in das Informationszentrum der Waldstation. Das Gebäude befindet sich im stark frequentierten Eingangsbereich des Naturzentrums; somit haben viele Menschen aller Altersklassen die Möglichkeit, sich hier Informationsmaterialien (Print-Medien) zu besorgen und anhand von ausgestopften Tieren des Waldes und deren Behausungen, die hier ebenfalls ausgestellt sind (Nester verschiedener Vogelarten beispielsweise), einen ersten Zugang zum Bereich Natur und Wald zu verschaffen. Auch für Kinder ist dieser Raum interessant, da sie die Möglichkeit haben, die Stacheln eines Igels, das borstige Felle eines Wildschweins, oder den unergründlichen (aber leider toten) Blicke eines Uhus mit ihren Sinnen zu erfahren.
Für das Erwachsenenlernen gilt dies ebenso, besonders weil Erwachsene oft „verlernt“ haben, sich aller Sinne zu bedienen um Informationen aufzunehmen.
Auf diesem Bild sieht man das „Klassenzimmer im Freien“, Rechts davon befindet sich die Streuobstwiese, links geht es zu den Gebäuden der Waldstation. Das „Klassenzimmer“ besteht aus groben, von der Sonne und der Witterung gebleichten und gerissenen, Holzbänken, die halbkreisförmig in Hörsaalmanier (also in Stufen) um ein hölzernes Pult herum aufgestellt sind. Da hier keine Bäume Schatten spenden, kann diese Institution nur bedingt genutzt werden – bei einer guten, trockenen, aber nicht zu heißen Witterung. Von den Bänken aus hat man einen guten Blick auf das „Lehrerpult“ aber auch auf das satte Grün dahinter. Die Streuobstwiese lässt sich von hier aus gut im Blick behalten. Da das Klassenzimmer inmitten einer ganz wildwachsenden, naturbelassenen Wiese steht, haben wir es beim ersten Besuch gar nicht richtig wahrgenommen – das Gras stand zu hoch, die Bänke verschwanden quasi darin. Bei unserem zweiten Besuch war die Wiese frisch gemäht und das Klassenzimmer sichtbar. An dieser Stelle soll eigentlich nicht noch weiter beschrieben werden, was sich nicht auf dem Bild befindet, aber auf eines sei noch hingewiesen: das „Klassenzimmer im Freien“ muss zwangsläufig ohne bestimmte technische Hilfsmittel (Tafel, Overhead-Projektor...), wie sie im klassischen Unterricht sinnvollerweise verwendet werden, auskommen. Dies erfordert vom Lehrenden eine andere Planung seines „Unterrichtes“, will er seine Sache gut machen. Andererseits müssen auch die „Schüler“ sich auf ein „anderes“ Lernen einlassen.
Nicole Hoffmann - 22. Jun, 19:48